Ratgeber · Dentalhygiene

Zahnfleischbluten in der Schwangerschaft: Was hilft?

Lounge der Zahnlounge Zürich-Enge, wo Schwangere ihren Termin zur Dentalhygiene in Ruhe beginnen

In der Schwangerschaft blutet das Zahnfleisch bei vielen Frauen leichter, auch wenn sie nicht anders putzen als vorher. Die Hormone lassen das Zahnfleisch stärker durchbluten und auflockern, dadurch reagiert es empfindlicher auf Beläge. Was hilft, ist sanfte, gründliche Pflege: eine weiche Zahnbürste, täglich die Zwischenräume reinigen und weiterputzen, auch wenn es blutet. Eine Dentalhygiene, also die professionelle Zahnreinigung, ist auch in der Schwangerschaft möglich und sinnvoll. Sagen Sie uns bei der Buchung, dass Sie schwanger sind.

Stand 4. November 2026

Warum das Zahnfleisch jetzt blutet

Die Ursache sind Beläge. Die Hormone verstärken nur die Reaktion des Zahnfleischs darauf. Das kann schon in den ersten drei Monaten beginnen. Ähnliches kennen manche Frauen aus der Pubertät, mit der Pille oder in den Wechseljahren.

Manchmal bildet sich am Zahnfleisch eine kleine, meist schmerzlose Wucherung, die leicht blutet. Sie ist in der Regel gutartig und bildet sich nach der Geburt oft zurück. Zeigen Sie sie uns trotzdem.

Was zu Hause hilft

  • Zweimal täglich putzen, mit einer weichen Bürste und fluoridhaltiger Zahnpasta.
  • Täglich die Zwischenräume reinigen, mit Zahnseide oder Interdentalbürsten. Blutet es, putzen Sie sanft weiter. Meist lässt das Bluten nach ein, zwei Wochen nach.
  • Eine milde Mundspülung kann ergänzen.
  • Süsses und Saures eher zu den Mahlzeiten als zwischendurch.

Wenn Ihnen übel ist

Nach dem Erbrechen spülen Sie den Mund mit Wasser oder einer fluoridhaltigen Mundspülung. Mit dem Putzen warten Sie danach eine Weile, denn die Säure macht den Zahnschmelz kurz weicher. Würgt Sie die Zahnbürste, helfen ein kleiner Bürstenkopf und eine Zahnpasta mit mildem Geschmack.

Zahnbehandlung in der Schwangerschaft

  • Kontrolle und Dentalhygiene sind gut möglich. Wir richten uns nach Ihrem Wohlbefinden: Pausen sind jederzeit möglich, und Sie liegen so, wie es für Sie angenehm ist. Am angenehmsten ist ein Termin für viele im mittleren Drittel der Schwangerschaft.
  • Röntgen nur, wenn es etwas Wichtiges klärt, digital mit geringer Dosis und mit Schutzschürze. Planbare Aufnahmen verschieben wir auf die Zeit nach der Geburt.
  • Schmerzen und Entzündungen behandeln wir auch jetzt. Eine örtliche Betäubung ist in der Schwangerschaft möglich.
  • Grössere, planbare Behandlungen verschieben wir, wo es geht, auf die Zeit nach der Geburt.
  • Medikamente nur nach Rücksprache. Bei Schmerzmitteln fragen Sie im Zweifel auch Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt.

Ein gesunder Mund für Sie und Ihr Kind

Zahnfleischbluten kann ein Warnzeichen für eine ernstere Entzündung des Zahnhalteapparats sein. Lassen Sie es deshalb auch in der Schwangerschaft anschauen. Die alte Redensart «Jedes Kind kostet einen Zahn» gilt mit guter Pflege nicht mehr.

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