Beide Arten putzen gründlicher als eine Handzahnbürste. In einer grossen Übersicht der Cochrane Collaboration entfernten elektrische Zahnbürsten nach mehr als drei Monaten rund 21 % mehr Belag und senkten Zahnfleischentzündungen um rund 11 %. Für rotierende Bürsten gibt es die meisten Studien. Dass eine Art klar besser ist, zeigen die Studien nicht. Wichtiger als Schall oder rotierend sind die Technik und zwei Dinge am Gerät: eine Andruckkontrolle und ein Zwei-Minuten-Timer. Welche sich für Sie besser anfühlt, dürfen Sie getrost nach Gefühl entscheiden.
Stand 4. November 2026
So arbeiten die beiden
- Schallzahnbürste: Ein länglicher Kopf, dessen Borsten sehr schnell hin und her schwingen. Die Bewegung erzeugt auch eine Strömung aus Speichel und Zahnpasta, die bis knapp in die Zwischenräume wirkt.
- Rotierende Zahnbürste: Ein kleiner runder Kopf, der sich schnell hin und her dreht, bei vielen Modellen mit zusätzlichem Pulsieren. Sie umschliesst jeden Zahn einzeln.
So putzen Sie richtig
- Mit der Schallzahnbürste: Setzen Sie den Kopf schräg am Übergang von Zahn und Zahnfleisch an und führen Sie ihn langsam von Zahn zu Zahn. Nicht schrubben: Die Bürste macht die Bewegung.
- Mit der rotierenden Zahnbürste: Führen Sie den runden Kopf von Zahn zu Zahn und verweilen Sie an jedem kurz, Aussen-, Innen- und Kaufläche.
- Bei beiden: zwei Minuten, wenig Druck, jedes Viertel des Gebisses rund 30 Sekunden.
Worauf Sie beim Kauf achten
- Andruckkontrolle: Sie warnt, wenn Sie zu fest drücken. Das schont Zahnfleisch und Zahnhälse.
- Timer: zwei Minuten, mit einem kurzen Signal alle 30 Sekunden.
- Weiche Bürstenköpfe, gewechselt alle drei Monate oder früher, wenn die Borsten abstehen.
App, Putzmodi, Sensoren und ein Akku für eine Woche Reise sind ein schöner Bonus, für gesunde Zähne aber nicht entscheidend.
Was keine Zahnbürste schafft
Auch die beste Zahnbürste erreicht die Zwischenräume nur am Rand. Dort beginnen Karies und Zahnfleischentzündungen am häufigsten. Reinigen Sie sie einmal täglich mit Interdentalbürsten oder Zahnseide. Was wo passt, lesen Sie im Beitrag «Zahnseide oder Interdentalbürste?». Den Rest erledigt die Dentalhygiene: Sie löst Beläge auch am und unter dem Zahnfleischrand, wo zu Hause keine Bürste hinkommt.


