Ratgeber · Kontrolle

Karies: Woran man sie erkennt, und was hilft

Behandlungszimmer der Zahnlounge Zürich-Enge, in dem wir bei der Kontrolle nach Karies schauen

Karies tut am Anfang nicht weh. Sie beginnt als weisslicher, später bräunlicher Fleck, oft in den Zwischenräumen, wo man sie selbst nicht sieht. Gefunden wird sie deshalb meist bei der Kontrolle, unter Vergrösserung und, wo es sinnvoll ist, mit digitalem Röntgen. Früh entdeckt, genügt oft eine kleine Füllung. Ganz am Anfang lässt sich Karies mit Fluorid und guter Pflege sogar aufhalten.

Stand 20. Oktober 2026

Wie Karies entsteht

Bakterien im Belag verwandeln Zucker in Säure. Die Säure löst Mineralien aus dem Zahnschmelz. Der Speichel gleicht das zwischen den Mahlzeiten teilweise wieder aus. Überwiegt der Verlust über längere Zeit, entsteht Karies. Entscheidend ist nicht nur, wie viel Zucker Sie essen, sondern wie oft.

Von der ersten Stelle bis zum Schmerz

StadiumWas geschiehtWas hilft
Entkalkung im Schmelzweisslicher Fleck, kein Loch, keine BeschwerdenFluorid, gute Pflege, Kontrolle; in den Zwischenräumen oft eine Infiltration (Icon)
Karies im Schmelzdie Oberfläche bricht einkleine Füllung
Karies im Zahnbeinempfindlich auf Süsses und KaltesFüllung oder Inlay
Karies nahe am Nervanhaltender Schmerz, auch nachtsoft eine Wurzelbehandlung

Woran Sie selbst etwas merken können

  • Ein Zahn reagiert auf Süsses, Kaltes oder Heisses.
  • Eine dunkle Stelle oder ein Loch ist zu sehen oder mit der Zunge zu spüren.
  • Die Zahnseide franst an einer Stelle immer wieder aus.
  • Speisereste bleiben stets an derselben Stelle hängen.

Fehlen solche Zeichen, heisst das nicht, dass alles in Ordnung ist. Karies zwischen den Zähnen zeigt sich oft erst im Röntgenbild.

Beginnende Karies stoppen, ohne Bohren

Ist die Karies noch nicht zum Loch geworden, etwa in den Zwischenräumen, stoppen wir sie oft mit einer Infiltration (Icon): Ein hochflüssiger Kunststoff dringt in die angegriffene Stelle ein und versiegelt sie von innen. Ohne Bohren, ohne Betäubung, in einer Sitzung, und die gesunde Zahnsubstanz bleibt vollständig erhalten.

Was vorbeugt

  • Zweimal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzen.
  • Einmal täglich die Zwischenräume reinigen.
  • Süsses und Saures lieber zu den Mahlzeiten als über den Tag verteilt.
  • Regelmässig zur Kontrolle und zur Dentalhygiene.

Wie oft zur Kontrolle?

Für die meisten Menschen einmal im Jahr. Röntgenbilder machen wir dann, wenn sie etwas klären, etwa in den Zahnzwischenräumen, digital und strahlenarm. Bei erhöhtem Risiko sind kürzere Abstände sinnvoll.

Und wenn der letzte Termin länger zurückliegt?

Dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt. Sie erhalten einen ruhigen Termin ohne Vorwurf. Wir sehen genau hin, zeigen Ihnen am Bildschirm, was wir sehen, und besprechen in Ruhe, was sinnvoll ist.

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