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Angst vor dem Zahnarzt: Was hilft?

Sessel mit Decke und Kopfhörern in der Lounge der Zahnlounge, ein ruhiger Ort für Menschen mit Angst vor dem Zahnarzt

Gegen Angst vor dem Zahnarzt hilft vor allem, was Ihnen die Kontrolle zurückgibt: Sie wissen, was als Nächstes geschieht, Sie können jederzeit eine Pause verlangen, und niemand drängt Sie. Sagen Sie uns schon bei der Buchung oder am Telefon, dass Sie Angst haben. Dann planen wir mehr Zeit ein, beginnen mit einem Gespräch und erklären jeden Schritt, bevor er passiert. Meiden Sie Termine wegen der Angst schon seit Jahren, hilft eine Verhaltenstherapie, und zwar dauerhaft.

Stand 22. Oktober 2026

Woher die Angst kommt

Bei vielen steht eine frühere Behandlung dahinter, die wehgetan hat oder bei der niemand erklärt hat, was geschieht. Andere fürchten die Spritze, den Würgereiz oder das Gefühl, im Stuhl ausgeliefert zu sein. Oft kommt Scham dazu, wenn der letzte Termin lange zurückliegt.

Das ist verständlich, und es ist häufig. Bei rund 5 bis 10 von 100 Erwachsenen ist die Angst so stark, dass sie als Angststörung gilt und Termine oft über Jahre verhindert, so die deutsche Leitlinie zur Zahnbehandlungsangst. Bei uns urteilt niemand über den Zustand Ihrer Zähne. Uns interessiert, wie es weitergeht.

Was Sie selbst tun können

  • Sagen Sie es. Angst ist keine Schwäche, sondern eine Information. Je früher wir davon wissen, desto besser planen wir den Termin für Sie.
  • Vereinbaren Sie ein Zeichen. Zum Beispiel die Hand heben: Dann halten wir sofort an. Zu wissen, dass Sie jederzeit unterbrechen können, nimmt vielen schon einen grossen Teil der Angst.
  • Fangen Sie klein an. Behandelt wird beim ersten Termin, was Sie sich wünschen und was sinnvoll ist. Der Einstieg kann ein Gespräch sein oder eine sanfte Dentalhygiene.
  • Atmen Sie langsam aus. Länger aus- als einatmen beruhigt den Körper. Ein paar ruhige Atemzüge im Wartebereich und im Stuhl helfen vielen.
  • Bringen Sie mit, was Ihnen guttut. Eigene Musik oder eine vertraute Person, die Sie begleitet. Kopfhörer und eine Decke stehen bei uns bereit.

Was wir in der Zahnlounge anders machen

  • Erst reden, dann behandeln. Der erste Termin beginnt mit dem Gespräch. Alles Weitere entscheiden Sie in Ruhe.
  • Jeden Schritt erklären, bevor er passiert. Am Bildschirm zeigen wir Ihnen, was wir sehen. Wer versteht, was geschieht, malt sich weniger aus.
  • Pausen, wann immer Sie möchten. Wir gehen langsamer, wenn Sie es brauchen.
  • So schmerzarm wie möglich. Vor der Spritze betäuben wir die Stelle mit einem Gel an der Oberfläche, und wir beginnen erst, wenn die Betäubung sicher wirkt.
  • Ein ruhiger Raum. Warm, mit Eiche und Licht, ausgezeichnet im Rahmen des Healing Architecture Award 2025. Und eine Dentalhygiene mit warmem Pulver-Wasser-Strahl ohne Druck, ein guter Wiedereinstieg.

Wenn die Angst sehr gross ist

Meiden Sie Termine seit Jahren, oder beginnt die Angst schon Tage vorher, dann ist sie mehr als Nervosität. Dann hilft eine kognitive Verhaltenstherapie bei einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten. Sie gilt in der Leitlinie als erste Wahl, weil sie die Angst dauerhaft verringert. Dafür gibt es auch digitale Programme zur Selbsthilfe. Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen, den passenden Weg zu finden.

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