Zahnfleisch geht meist aus einem von zwei Gründen zurück: durch zu kräftiges Putzen oder durch eine Parodontitis, bei der sich der Knochen um den Zahn abbaut. Was zurückgegangen ist, wächst nicht von selbst nach. Wird die Ursache behandelt, lässt sich der Rückgang aber in aller Regel aufhalten. Deshalb steht am Anfang die Frage, warum es geschieht.
Stand 20. Oktober 2026
Woran Sie es erkennen
- Die Zähne wirken länger als früher.
- Die Zahnhälse reagieren empfindlich auf Kaltes, Süsses oder Saures.
- Zwischen den Zähnen entstehen kleine dunkle Dreiecke.
- Am Zahnhals ist eine feine Stufe zu spüren.
Typische Ursachen
- Putzen mit zu viel Druck oder mit einer harten Bürste. Oft betrifft es die Eckzähne und die vorderen Backenzähne.
- Parodontitis: Die Entzündung baut Knochen ab, und das Zahnfleisch folgt. Das geschieht oft ohne Schmerzen, manchmal mit Bluten oder Mundgeruch.
- Knirschen und Pressen belasten die Zähne zusätzlich.
- Weitere Faktoren: von Natur aus dünnes Zahnfleisch, eine frühere Zahnspange, Rauchen, ein Piercing an Lippe oder Zunge.
Was hilft
- Ursache klären: Wir messen die Zahnfleischtaschen und sehen mit digitalem Röntgen, wie es um den Knochen steht.
- Sanfter putzen: weiche Bürste, wenig Druck, kleine Bewegungen. Elektrische Zahnbürsten mit Andruckkontrolle zeigen, wann es zu viel ist.
- Regelmässig zur Dentalhygiene, damit sich kein Belag am Zahnfleischrand festsetzt.
- Bei Parodontitis: die systematische Behandlung, damit die Entzündung zum Stillstand kommt und kein weiterer Knochen verloren geht.
- Empfindliche Zahnhälse: Eine Zahnpasta für empfindliche Zähne oder ein Schutzlack aus der Praxis lindern die Beschwerden.
Lässt sich Zahnfleisch wieder aufbauen?
In manchen Fällen lässt sich ein freiliegender Zahnhals mit einem kleinen chirurgischen Eingriff wieder decken. Ob das sinnvoll und möglich ist, hängt vom Knochen und von der Ursache ab. Darüber beraten wir Sie, sobald die Ursache behandelt ist.



